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Stromausgaben senken
21.Nov. 2025 | 3 Min. Lesezeit | Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Rat & Tat |Autor: Leo.Schroeder-Rozelle
Zudem führt die bundesweite Umverteilung der Netzkosten dazu, dass Regionen mit einem geringeren Anteil an erneuerbarer Energie einen größeren Teil der Kosten für den Netzausbau übernehmen müssen. Gerade im Westen und Südwesten Deutschlands steigen darum die Stromausgaben.
Darüber hinaus wurde der CO2-Preis zum 1. Januar von 45 auf 55 Euro pro Tonne erhöht, was die Kosten für Benzin, Heizöl und Gas weiter in die Höhe treibt. Hinzu kommen geopolitische Unsicherheiten und volatile Energiemärkte, die eine langfristige Planung erschweren.
Was Sie tun können
Um den steigenden Energiekosten entgegenzuwirken, stehen Unternehmen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung:
Einkaufsgemeinschaften
Durch den Zusammenschluss mit anderen Unternehmen als Einkaufsgemeinschaften lassen sich bessere Konditionen bei Versorgern erzielen. Möglich sind Einkaufskooperationen oder Bündelverträge, bei denen mehrere Unternehmen ihre Bedarfe zusammenlegen. Die Organisation übernehmen oft Dienstleister, die den Markt analysieren, Angebote einholen und Verträge optimieren. Mitmachen können Unternehmen jeder Größe. Besonders vorteilhaft ist das Modell aber für Betriebe mit einem Jahresverbrauch von mindestens 100.000 kWh
Eigenstromerzeugung
Investitionen in Photovoltaikanlagen oder Blockheizkraftwerke machen die Energieversorgung unabhängiger und können langfristig die Kosten senken.
Anbietervergleich
Ein regelmäßiger Vergleich von Strom- und Gasanbietern kann helfen, kostengünstigere Tarife zu finden und von wechselnden Marktbedingungen zu profitieren. Für Gewerbestrom können herkömmliche Preisvergleichsportale genutzt werden, um schnell verfügbare Tarife zu prüfen und passende Anbieter auszuwählen. Bei Industriestrom mit höherem Verbrauch sind individuelle Angebote erforderlich, die durch spezialisierte Plattformen oder Ausschreibungen eingeholt werden können. Auch hierfür gibt es Dienstleister.
Effizienzsteigerungen
Energieeffizienzmaßnahmen bieten nicht nur Kosteneinsparungen, sondern auch Wettbewerbsvorteile und tragen zur Nachhaltigkeit bei. Eine gezielte Analyse der Energieverbräuche hilft, Sparpotenziale zu identifizieren und umzusetzen. Oft wird beispielsweise die Nutzung von Abwärme unterschätzt.
Die IHK hilft Ihnen bei der Effizienzsteigerung mit dem KEFF+Check. Unsere Effizienzexperten unterstützen Sie nicht nur bei der Suche nach entsprechenden Potenzialen, sondern geben auch Tipps zur Materialeffizienz. Da der Check durch die EU gefördert und vom Land Baden-Württemberg finanziert wird, entstehen Ihnen keine Kosten. Termine können Sie online vereinbaren.
Leo Schroeder-Rozelle, IHK Region Stuttgart, Projektmitarbeiter KEFF+
Leo.Schroeder-Rozelle@stuttgart.ihk.de