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Stihl-Vorstand Michael Traub ließ es sich bei der Pressekonferenz nicht nehmen, die Leistungsfähigkeit der Allpro-betriebenen Säge unter Beweis zu stellen.

Firmenreport: Nachrichten aus den Unternehmen der IHK-Region Stuttgart

29.Apr. 2026 | Aus den Unternehmen |
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Was tut sich in der Wirtschaftsregion Stuttgart? Welche Erfolge, Auszeichungen, Großaufträge oder neue Produkte haben die IHK-Mitgliedsfirmen zu vermelden? Oder gibt es Umzüge, neue Niederlassungen oder konzeptionelle Änderungen? Alle aktuellen Firmennachrichten lesen Sie hier in der Rubrik Firmenreport. Wenn Sie mit Ihrem Unternehmen im Magazin Wirtschaft erscheinen wollen, finden Sie die Bedingungen hier:

Stihl holt sich die Zölle von Trump zurück

„Mächtig stolz“ zeigte sich Michael Traub, Vorstandsvorsitzender der Andreas Stihl AG & Co. KG bei der Jahrespressekonferenz über das „gute Ergebnis“, mit dem der Motorsägespezialist aus Waiblingen das Geschäftsjahr 2025 abgeschlossen hat. Der Umsatz stieg um 2,8 Prozent auf 5,48 Milliarden Euro und erreichte damit nahezu das Rekordniveau von 2022. Auch Cashflow und Eigenkapitalquote legten zu, letztere auf jetzt 71 Prozent. Das sei nicht nur wegen der schwierigen Wirtschaftslage bemerkenswert, sondern auch deshalb, weil sich die Waiblinger mitten im Transformationsprozesse befänden. Ziel bleibe es, Technologie- und Marktführer im Benzin- und Akku-Segment zu bleiben. Hier lag das Verkaufsverhältnis 2025 bei 73:27. Bis 2035 soll es sich umdrehen auf 20:80.

Ein zentraler Schritt dieser Transformation war im Herbst die Inbetriebnahme des neuen Werks im rumänischen Oradea. Dort produziert STIHL künftig ausschließlich Akku-Packs und Akku-Geräte. Zudem startete am Stammsitz Waiblingen die Eigenfertigung von EC-Motoren, einem wichtigen Kernbauteil für Akku-Produkte. Als Meilenstein präsentierte Traub das neue 4-Kilowatt-Akku-System „Allpro“, das mit nur neunminütiger Ladezeit und um 40 bis 60 Prozent mehr(Spitzen)Leistung, Laufzeiten und Lebenszeit Anwendungen erschließt, die bislang vor allem Benzingeräten vorbehalten waren. Insgesamt investierte das Unternehmen 2025 rund 336 Millionen Euro in Produktion, Standorte und Infrastruktur, 175 Millionen davon in Deutschland – hauptsächlich in den Erwerb des Syntegon-Geländes. Dort soll mittelfristig die Kugeldrehfertigung einziehen.

Als Belastung erwies sich die US-Zoll- und Geldpolitik ab der zweiten Jahreshälfte. Taub ließ keinen Zweifel, dass Stihl auf der Rückzahlung besteht, „die hoch genug ist, um interessant zu sein“. Ein Drittel seines Umsatzes erzielt Stihl in den USA. Der gesamte Auslandsumsatz macht mit 91 Prozent noch einmal einen Punkt mehr aus als im Vorjahr. Bis auf Ozeanien, verzeichneten alle Märkte ein Wachstum. Besonders belastend wirkten die US-Zollpolitik, die schwache Konjunktur in vielen Märkten sowie negative Wechselkurseffekte. Rund 91 Prozent des Umsatzes erzielte STIHL im Ausland. Zum Jahresende beschäftigte STIHL mit weltweit 20.246 Mitarbeitern 500 mehr als im Vorjahr. In Waiblingen hingegen sank die Zahl um rund 233 auf 5831. Dies auch wegen der Entscheidung, die Robotik-Entwicklung nach China zu verlegen. „Das ist eine unbequeme Entscheidung, aber auch das ist Transformation“, erklärte Traub. Das Bekenntnis zum Stammsitz Waiblingen bekräftigte der Vorstand. Zumindest bis Ende 2027 sei der Standortsicherungsvertrag verlängert worden.  Für 2026, das 100. Jubiläumsjahr, hofft Stihl, den Umsatz halten zu können, auch wenn das erste Quartal schwächer als erhofft ausfiel.

TOP 100-Auszeichnung für Innovationskraft

Die ELB – Eloxalwerk Ludwigsburg Helmut Zerrer GmbH wurde zum siebten Mal mit dem TOP-100-Siegel ausgezeichnet und zählt damit weiterhin zu den innovativsten mittelständischen Unternehmen Deutschlands. Die wiederholte Auszeichnung würdigt insbesondere das strukturierte Innovationsmanagement sowie die Fähigkeit, Innovation nachhaltig und systematisch im Unternehmen zu verankern.

Unter dem Markennamen Ceranod bündelt ELB unterschiedliche Technologien der Oberflächenveredelung – von elektrochemischen Verfahren bis hin zu modernen plasmakeramischen Systemen und PFAS-freien Hybridoberflächen für die Medizintechnik. Außerdem hat ELB ein Verfahren auf dem Markt, welches einen extremen Schutz für Leichtmetalle bietet und sogar Magnesium in hochbelastete Applikationen bringt. Forschung und Entwicklung sind dabei seit Jahrzehnten ein zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie.

Autorisierte Distributoren werden online nachprüfbar

Die U.I. Lapp GmbH, globaler Anbieter von integrierten Lösungen im Bereich der Kabel- und Verbindungstechnologie, stellt als erstes B2B-Industrieunternehmen seinen autorisierten Distributoren ein verifizierbares Online-Siegel zur Verfügung. Das schafft mehr Transparenz und Sicherheit für Einkäufer und stärkt zugleich das Vertrauen entlang der gesamten Lieferkette. Das ­Siegel wird direkt auf den Webseiten, Marktplätzen und in Onlineshops veröffentlicht. Mit nur einem Klick kann dann geprüft werden, ob es sich um einen offiziell autorisierten Partner handelt. Die Verifizierung erfolgt in Echtzeit und basiert auf einer zentral gepflegten, fälschungssicheren Datenbank.

Kooperationen steigern Cashflow

Die Eberspächer Gruppe GmbH & Co. KG erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr ein rein operatives Ergebnis, bereinigt um Sondereffekte und Einmalaufwendungen, von 86,3 Millionen Euro .Der Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit verbesserte sich auf 194,0 (Vorjahr: 160,1) Millionen Euro. Dies führt das Unternehmen aus Esslingen die technologische, organisatorische und operative Weiterentwicklung zurück. So transferiert Eberspächer bestehendes Knowhow in neue Geschäftsfelder, auch außerhalb der Automobilindustrie. Dazu schlossen die Esslinger Partnerschaften, unter anderem mit dem dänischen Unternehmen Topsoe (Elektrolyseur-Druckbehälter für die Wasserstoffgenerierung) sowie dem niederländischen Spezialisten Zeliox für Energiespeicher-Systeme. Der internationale Fertigungsverbund mit rund 40 Produktionsstandorten in mehr als 30 Ländern macht das Unternehmen zudem widerstandsfähig gegenüber Zöllen und geopolitischen Verschiebungen. Trotzdem waren es vor allem Wechselkurseffekte, die den Konzernumsatz um 6,6 Prozent auf 4.979,8 (Vorjahr: 5.333,2) Millionen Euro sinken ließen. Der Nettoumsatz, bereinigt um durchlaufende Posten , minderte sich um 7,3 Prozent auf 2.531,3 (Vorjahr: 2.731,7) Millionen Euro. Das Unternehmen beschäftigte weltweit 10.374 Menschen (Vorjahr: 10.680), davon rund 3.300 in Deutschland.

In den ersten Monaten 2026 verzeichnet die Gruppe dank einer weiteren Stabilisierung und planmäßiger Kundennachfrage in allen Bereichen einen positiven Geschäftsverlauf. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Eberspächer eine deutliche operative EBIT-Verbesserung.

Die Wasserstoff-Pipeline ist im Bau

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Verlegung der Wasserstoffpipeline am Stuttgarter Hafen.

Das Stuttgarter Wasserstoffprojekt geht in die nächste Umsetzungsphase durch die Stadtwerke Stuttgart GmbH. Davon zeugen dietonnenschweren Baumaschinen, die im Stadtbezirk Wangen am Start sind. Das Stuttgarter Wasserstoffprojekt besteht aus dem Green Hydrogen Hub am Hafen, in dem bis zu 1.200 Tonnen hochreinen grünen Wasserstoff pro Jahr produziert werden soll, und einer vorerst vier Kilometer langen Pipeline für den Transport zu potenziellen Kunden. Innerhalb von nur einem Jahr sollen die Pipeline-Bauarbeiten in den Stadtbezirken Wangen, Hedelfingen und Ost abgeschlossen sein. So wird die Infrastruktur geschaffen für die Verteilung von grünem, hochreinen Wasserstoff. Die Stuttgart Netze GmbH, eine Tochtergesellschaft der Stadtwerke Stuttgart, nutzt die Tiefbauarbeiten, um gleichzeitig Leerrohre für neue Hochspannungskabel (110 Kilovolt) in der Pipeline-Trasse zu verlegen. Über 110-kV-Kabel sind große Industrieanlagen an das Versorgungsnetz angeschlossen. Die H2 GeNeSiS-Pipeline ist ein Gemeinschaftsprojekt der Stadtwerke Stuttgart (SWS), der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH, der Stadtwerke Esslingen am Neckar GmbH & Co. KG, des Steinbeis-Innovationszentrums energieeffiziente und emissionsfreie Technologien und des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung BW.Unter dem Motto „drei Technologien – ein Partner – maximale Gestaltungsfreiheit“ richtet die Hinterkopf GmbH aus Eislingen ihr Technologieportfolio strategisch neu aus. Sie positioniert Dry Offset, HD‑Print und Digitaldruck als komplementäre Verfahren für die Direktbedruckung zylindrischer Verpackungen. Hintergrund sind steigende Anforderungen an Differenzierung, Designqualität und Flexibilität im Verpackungsmarkt – insbesondere im FMCG‑, Kosmetik‑ und Pharmasegment.

Neuvermietung im Bosch-Aral

© Immoraum GmbH
Im Bosch-Areal gibt es zwei neue Mieter.

Das Bosch-Areal baut seine Position als etablierter Bürostandort weiter aus: Die Immoraum GmbH hat als Leadmakler rund 870 Quadratmeter Bürofläche an die eFLY Marketplace Services GmbH vermietet. Der Einzug ist für Mitte 2026 vorgesehen. Vermieter der Flächen ist ein institutioneller Investor. Efly ist eine international tätige E-Commerce- und Amazon-Spezialagentur mit Sitz in Stuttgart. Die Vermietung zeigt die weiterhin vorhandene Nachfrage nach gut positionierten, flexibel nutzbaren Büroflächen in zentralen Lagen – auch im aktuellen Marktumfeld. Das Bosch-Areal profitiert dabei insbesondere von seiner Kombination aus zusammenhängenden Flächenstrukturen und einem etablierten Umfeld. Zuvor konnte Immoraum bereits das Architekturbüro Haascookzemmrich STUDIO2050 mit rund 500 Quadratmetern auf dem Areal ansiedeln, das die Flächen Anfang des Jahres bezogen hat.

Drei Drucktechniken für zylindrischer Verpackungen

© Hinterkopf
Die Druckmaschinen von Hinterkopf eröffnen neue Gestaltungsspielräume für zylindrische Verpackungen.

Dry Offset bleibt das industrielle Hochleistungsverfahren für große Stückzahlen. Für bildgetriebene Motive erweitert Hinterkopf das Portfolio um HD‑Print, ein wasserloses Offsetverfahren mit CMYK‑Prozessdruck. Es kombiniert vier CMYK‑Einheiten mit bis zu fünf klassischen Offsetwerken und ermöglicht damit fotorealistische Darstellungen bei gleichzeitig hoher Ausbringung. Ein Vorteil für Anwender: Bestehende Anlagen lassen sich auf HD‑Print umrüsten. Parallel gewinnt der Digitaldruck an Bedeutung. Er ermöglicht variable Daten, kurze Rüstzeiten und wirtschaftliche Kleinstauflagen – ein Faktor für personalisierte Kampagnen und schnelle Marktreaktionen.

Marie-Luise schafft 22 Wohnungen in Bad Cannstatt

Mit dem Projekt Marie-Luise entsteht in der Hallstraße in Stuttgart‑Bad Cannstatt ein Wohngebäude, das bewusst historische Umgebung und zeitgemäße Architektur verbindet. Die gemeinsame Projektgesellschaft H25A STR GmbH & Co. KG, getragen von PQ Projektentwicklung GmbH & Co. KG und der Bürkle Baumeister GmbH & Co. KG, führt das Vorhaben aus. Das fünfgeschossige Gebäude umfasst 22 Eigentumswohnungen unterschiedlicher Größen – von kompakten Einheiten bis zu flexibel nutzbaren „Schaltwohnungen“. Die Projektpartner setzen auf nachhaltige Bauweise nach KfW‑55‑Standard, Fernwärmeversorgung und hochwertige Materialien.

Die Projektgesellschaft positioniert Marie-Luise als Beitrag zur städtebaulichen Weiterentwicklung des Quartiers, das durch Infrastrukturmaßnahmen wie den Rosensteintunnel, neue Mobilitätsachsen und die wachsende Kreativwirtschaft an Bedeutung gewinnt.

Schwäbisches Knowhow für München

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Interessenten können die Schweißsysteme und Automationslösungen von Lorch jetzt auch in München live erleben.

Die Lorch Schweißtechnik GmbH aus Auenwald hat am Münchner Standort der Daihen Smart Solutions Europe ein Anwendungscenter für Unternehmen aus der Region eingerichtet. Interessenten können dort die Automatisierungslösungen von Lorch unter realen Bedingungen erleben – sowie an einem vollständig aufgebauten Cobotsystem Machbarkeitsuntersuchungen mit eigenen Bauteilen durchführen.

Im Mittelpunkt des Anwendungscenters steht das Lorch Cobotsystem: ein Gesamtpaket bestehend aus Cobot, Schweißgerät, Brenner, Schweiß- sowie Drehkipptisch, der Linearachse Move, und der Steuerungssoftware Lorch Cobotronic. Diese ermöglicht es, automatisierte Abläufe ohne Programmierkenntnisse einzurichten und schrittweise weiterzuentwickeln. Ergänzt wird das Setup durch weitere Schweißgeräte aus dem Lorch Portfoliowie das neuste High-End Invertersystem iQS für höchste Performance bei industriellen Anwendungen. 

Erstmals eine Milliarde Umsatz

Eine hohe Planungsunsicherheit kennzeichnete das Geschäftsjahr 2025 auch für die Drees & Sommer SE. Dennoch erzielte das auf Bau, Immobilien und Infrastruktur spezialisierte Beratungsunternehmen aus Stuttgart erstmals einen Umsatz von über einer Milliarde Euro sowie ein operatives Ergebnis von 117,5 Millionen Euro.Gegenüber dem Vorjahr – 964,2 Millionen Euro Umsatz und 114,6 Millionen Euro operatives Ergebnis – stieg der Umsatz um 5,5 Prozent, das operative Ergebnis um rund 2,5 Prozent. Diese Entwicklung hat sich über mehrere Jahre aufgebaut: 2023 lag der Umsatz bei 900 Millionen Euro, das operative Ergebnis bei 102,7 Millionen Euro. Viele Kunden begleitet das Unternehmen seit Jahren, manche seit Jahrzehnten – so entstehen Partnerschaften, die auch in einem schwierigen Marktumfeld tragen. Doch die Probleme sind vielfältig: Steigende Material- und Handwerkerkosten, fehlende Fachkräfte und wachsende Nachhaltigkeitsanforderungen erschweren Investitionsentscheidungen im Immobilienmarkt. Im Wohnungsbau stehen Projekte still, weil viele Prozesse zu aufwendig und zu teuer sind. Drees & Sommer setzt hier auf serielles Bauen: als modulare, skalierbare Antwort, die hohe Qualität auf die Baustelle bringt, ohne die Kosten weiter zu treiben – insbesondere bei klimagerechten Bestandsprojekten. Im Industriebau setzt das Unternehmen darauf, neue Lösungen gemeinsam mit Partnern früh in die Praxis zu bringen und skalierbar zu machen.

2025 hat Drees & Sommer zwei strategische Unternehmensinitiativen vorangetrieben. Eine Wasserinitiative für resiliente Wasserinfrastrukturen und im Bereich Security and Defense. Über 6.500 Mitarbeitende arbeiten bei Drees & Sommer an mehr als 80 Standorten weltweit in rund 7.000 Projekten.

Automobilproduktion: KI findet Fehler und entfernt sie direkt

Die GFT Technologies SE aus Stuttgart stellt eine neue KI-gestützte Lösung für die Automobilproduktion vor, die visuelle Inspektion mit der intelligenten Steuerung von Robotersystemen verbindet. Aufbauend auf der Zusammenarbeit mit Google im Bereich der KI-basierten visuellen Inspektion geht die Technologie nun noch einen Schritt weiter: Sie erkennt fehlerhafte Bauteile nicht nur, sondern entfernt sie auch direkt aus der Produktionslinie. Dafür kommen drei aufeinander abgestimmte Robotersysteme entlang der Produktionslinie zum Einsatz, um sicherzustellen, dass Komponenten wie Stoßfänger, Türen oder Rohre präzise gefertigt werden. Der erste Roboter überprüft jedes Bauteil mithilfe einer Kamera – etwa hinsichtlich Positionierung, sichtbarer Mängel sowie der Lesbarkeit und Korrektheit von Etiketten und Seriennummern. Die Kamera ist direkt am Greifer befestigt und kann flexibel bewegt werden, sodass Bauteile aus verschiedenen Perspektiven vollständig erfasst werden. Im nächsten Schritt markiert ein zweiter Roboterarm die als fehlerhaft identifizierten Teile. Der dritte Roboterarm übernimmt anschließend aktiv Aufgaben im Produktionsprozess und reduziert so den Bedarf an manuellen Eingriffen.

Im Aufwind

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Emotionaler Höhepunkt des Jahres war die Landung der Pokalsieger in einem eigens dafür VfB-gebrandeten Fliegers, der seither in ganz Europa Werbung für den Verein macht.

Eine gute Nachricht versprach Ulrich Heppe, Sprecher der Geschäftsführer der Flughafen Stuttgart GmbH, zu Beginn der Jahrespressekonferenz. Und er lieferte: „2025 sind wir erstmalig wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt – ein Jahr früher als ursprünglich geplant.“ Konkret betrug das Ergebnis 2,1 Millionen Euro nach minus 6,1 Millionen im Vorjahr. Die Zahl der Passagiere legte um 4,8 Prozent auf 9,6 Millionen zu, 8,4 Millionen davon mit internationalem Ziel. Allerdings verschiebe sich die Kundschaft immer mehr weg von Geschäftsreisenden hin zu Touristen. Das mache sich beim Gepäckaufkommen deutlich bemerkbar, weswegen der Flughafen die diesbezüglichen Kapazitäten größer und effizienter aufstellt.

Effizienter soll auch die Vorfeldabfertigung werden. Dafür wird an KI-Möglichkeiten geforscht. Geplant sind zudem neue Modelle fürs Parken, wenn die FSG dieses Thema 2027 in-sourcen wird. Die Tarife sollen so gestaltet werden, dass der Flughafen für Reisende von außerhalb der Region attraktiver wird, die den ÖPNV nicht nutzen können.

Für Enttäuschung sorgte hingegen die Verschiebung der „sehnsüchtig erwarteten“ Eröffnung von Stuttgart21. Doch zeigte sich FSG-Geschäftsführer Carsten Poralla optimistisch, dass der fast fertige Flughafenbahnhof eventuell schon vorher genutzt werden könne. Er ging auch auf STRzero ein, also die Klimaneutralität bis 2040, die trotz finanziell schwierigerer Zeiten „nicht zur Disposition steht“.

2025 starteten 39 Fluglinien von Stuttgart zu 124 verschiedenen Zielen in 40 Ländern. Das sind 13 neue Strecken verglichen mit 2024 – allerdings: wegen des Iran-Krieges würden drei davon aktuell nicht bedient. Auch deshalb wird für 2026 ein Passagierrückgang um circa zwei Prozent erwartet, und auch die schwarze Null könnte in Gefahr sein.

Kippenheim wird zum Energie-Standort

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Sonnenschutz und Sonnenenergiequelle in einem: die Parkplatzüberdachung von Mosolf.

Der Logistikdienstleister Mosolf SE & Co. KG aus Kirchheim/Teck hat an seinem Standort im badischen Kippenheim eine Photovoltaik-Parkplatzüberdachung mit 3,3 Megawattpeak (MWp) in Betrieb genommen und damit einen weiteren Baustein ihrer Energie- und Nachhaltigkeitsstrategie umgesetzt. Mit einer jährlichen Stromproduktion von bis zu 3,7 Gigawattstunden (GWh) – entsprechend rund 18 Millionen Kilometern elektrischer Fahrleistung eines durchschnittlichen E-Pkw – wird die Energieerzeugung unmittelbar in die betrieblichen Logistik- und Fahrzeugprozesse integriert. Die nun in Betrieb genommene Anlage ist Teil eines deutlich umfassenderen Photovoltaikprojekts, das am Standort Kippenheim bis Ende 2026 schrittweise umgesetzt wird und nach Fertigstellung zu den größten Photovoltaik-Parkplatzüberdachungen Europas zählen wird. Insgesamt umfasst das Projekt eine überdachte Fläche von rund 109.000 Quadratmetern mit mehr als 54.000 Solarmodulen und einer geplanten Gesamtleistung von fast 24 Megawattpeak (MWp). Die jährliche Stromproduktion dieser Anlage entspricht rund einem Viertel des derzeitigen Stromverbrauchs der Mosolf-Gruppe in Deutschland.

60 Prozent stärkere Fußmuskeln

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Einen Kraftzuwachs von 60 Prozent maß Dr. Jan-Peter Goldmann (r.) bei Extremsportler Jonas Deichmann.

Ein neunwöchiges Trainingsprogramm mit dem „Big Toe PowerPro“ der Joe Nimble GmbH führte beim Extremsportler und Weltrekordhalter im Triathlon, Jonas Deichmann zu einem Kraftzuwachs von 60 Prozent. Dies wurde durch eine Vorher-Nachher-Messung unter der Leitung von Dr. Jan-Peter Goldmann (Deutsche Sporthochschule Köln) wissenschaftlich belegt. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Fußstabilität nicht ausschließlich durch externe Stützsysteme, sondern auch durch aktives Training der kurzen und tiefliegenden Fußmuskulatur beeinflusst werden kann. Der Big Toe PowerPro ist das erste spezifische Trainingsgerät für den Großzehenbeuger.

PR für smarte Produktion in Deutschland

Trade Estonia hat die Kommunikationsagentur Sympra GmbH in Stuttgart beauftragt, die PR-Arbeit in Deutschland zu unterstützen. Ziel der Zusammenarbeit ist es, Estland als Standort für smarte industrielle Lösungen im deutschen Markt gezielt zu positionieren und estnische Unternehmen in diesem Bereich kommunikativ zu begleiten. Das erste gemeinsame Projekt war die Hannover Messe.

Neue Premium-Vermögensverwaltungsstrategie

Das Stuttgarter Bankhaus Ellwanger & Geiger AG startet mit einer neuen Form einer klassischen Vermögensverwaltung.Anders als bei Investmentfonds üblich, liegen bei „Ellwanger.Geiger Werte“ alle Titel als direkte Wertpapiere im persönlichen Depot. Die Experten des Bankhauses wählen 25 bis 40 Einzeltitel aus, vorrangig Aktien und Anleihen. Aus den über 1000 größten Unternehmen der Welt fokussiert das Bankhaus sich auf die Unternehmen aus Europa und den USA, die durch ihre Innovationskraft eine starke Marktposition innehaben und stabil durchfinanziert sind.

Verlässliche Ergebnisse in volatilen Zeiten

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In Asien zeigte sich ein differenziertes Bild für Leadec: Während sich das Geschäft in Indien 2025 vielversprechend entwickelte, bleibt der Markt in China schwierig.

Die Stuttgarter Leadec Holding BV & Co. KG hat im Geschäftsjahr 2025 seinen Umsatz währungsbereinigt um mehr als fünf Prozent auf über 1,35 Milliarden Euro gesteigert. Auch das operative Ergebnis entwickelte sich positiv. Ein konsequentes Kostenmanagement, der kontinuierliche Ausbau der Digitalisierung sowie umfassende Produktivitätsprogramme waren wesentliche Faktoren für die positive Entwicklung. Entscheidend zum Umsatzwachstum beigetragen haben Lösungen für Dekarbonisierung und Kreislaufwirtschaft sowie die breite Aufstellung in verschiedenen Branchen und in 16 Ländern. So wurde der Umsatzanteil in neuen Kundensegmenten wie industrielle Technologien und Warenverteilzentren ausgebaut. Gleichzeitig bleibt die Automobilindustrie ein wichtiger Kernmarkt, wo perspektivisch ein steigender Outsourcing-Bedarf – sowohl durch neue Marktteilnehmer aus China als auch durch europäische Hersteller, erwartet wird.

Im europäischen Kernmarkt lagen die Umsätze von Leadec leicht über dem Vorjahresniveau. Das starke Geschäft in Osteuropa und die 2025 neu erworbenen Gesellschaften in Spanien trugen entscheidend dazu bei. Hervorragend war die Geschäftsentwicklung in Amerika, insbesondere in den USA und Brasilien wurden sehr gute Ergebnisse erzielt. In Asien zeigte sich ein differenziertes Bild: Während sich das Geschäft in Indien 2025 vielversprechend entwickelte, bleibt der Markt in China schwierig.

Weiteres Wachstum auch nach dem Jubiläumsjahr

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48.000 Mitarbeiter in rund 60 Ländern auf allen fünf Kontinenten beschäftigt die Stuttgarter Dekra.

Der Umsatz der Dekra e.V. wuchs im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz der rückläufigen Entwicklungen speziell in der europäischen Automobilindustrie, um 3,4 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro.  Das bereinigte Betriebsergebnis (EBIT) stieg auf rund 275 Millionen Euro (+3,3 Prozent) und  schafft die finanzielle Grundlage, um weiterhin gezielt in Innovation, Infrastruktur und neue Geschäftsfelder zu investieren. 2025 investierten die Stuttgarter 127 Millionen Euro, davon rund 40 Millionen Euro im Heimatmarkt Deutschland. Die Beschäftigtenzahl blieb stabil bei über 48.000 in rund 60 Ländern auf allen fünf Kontinenten. In allen Regionen und Geschäftsbereiche wuchs das Unternehmen oder erzielte stabile Ergebnisse. Dabei bleibt die Region GSA (Deutschland, Schweiz, Österreich) der wichtigste Markt und erwirtschaftet mit rund 2,7 Milliarden Euro (plus 4 Prozent) mehr als die Hälfte des Konzernumsatzes.

Tattoo für die Straße

© Jaeger
Auch Fahrradwege lassen sich mit dem neuen System markieren.

Die Paul Jaeger GmbH & Co.KG aus Möglingen hat vorgefertigten Thermo-Tattoos neu im Angebot. Sie sind eine praxisnahe Alternative zu klassischen Schablonenlösungen, weil sie ohne zeitaufwändiges Abkleben auskommt. Mit einem Starkbrenner (119 kW) wird das Tattoo gleichmäßig erhitzt und so dauerhaft mit dem Untergrund verschweißt. Nach rund zehn Minuten ist die markierte Fläche wieder voll einsatzfähig. Mit Parkplatzlinien, Verkehrszeichen, Buchstaben, Ziffern oder Piktogramme wird dabei ein breites Einsatzspektrum abgedeckt. Typische Einsatzbereiche sind Parkhäuser und Parkplätze, Betriebsgelände sowie Logistikflächen. Weitere RAL-Farbtöne und Sondermotive sind möglich.

Bargeld lebt

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Knäble-Firmenzentrale in Waiblingen.

Die Knäble GmbH, Experte für Cash-Management-Systeme hat mehrere Großaufträge erfolgreich platziert. Mit der Auslieferung von über 140 Banknotenzählern innerhalb kürzester Zeit festigen die Waiblinger ihre Position als innovativer Marktführer. Einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil verschafft sich Knäble durch die konsequente Digitalisierung des Service-Sektors. Während Hochleistungshardware die Basis bildet, sorgt der Service 4.0 für die nötige Ausfallsicherheit in Bankfilialen und am Point of Sale. Dank Einführung der K!-ServiceApp können Kunden mittels eines QR-Codes auf dem gelben Systemnummernaufkleber direkt alle relevanten Informationen abrufen oder Serviceaufträge in Echtzeit melden. Dieser „Service – made by K!“ garantiert, dass hochkomplexe Anlagen mit maximaler Verfügbarkeit arbeiten.

Das Portfolio von Knäble umfasst Lösungen für den gesamten Bargeldkreislauf – von Bezahlautomaten am POS bis hin zur Hochleistungs-Logistik in Bankzentralen.

Erstmals Platin für Umweltfreundlichkeit

Die Herma GmbH hat beim Nachhaltigkeitsaudit von EcoVadis erstmals die Platin-Medaille erreicht. Nach Gold im Vorjahr gelang dem auf Verpackungs- und Kennzeichnungstechnologie spezialisierten Unternehmen aus Filderstadt damit der Sprung in die Spitzengruppe der besten ein Prozent der in den vergangenen zwölf Monaten bewerteten Unternehmen. Besonders stark zulegen konnte Herma im Bereich Umwelt: Hier stieg die Bewertung von 69 auf 94 von 100 möglichen Punkten. Maßgeblich für diesen Fortschritt waren unter anderem die ISO 14001-Zertifizierung im Jahr 2025, die erste Teilnahme am CDP-Rating mit einer überdurchschnittlich guten Bewertung, die Prüfung und Verifizierung der CO₂-Bilanz sowie der gruppenweite freiwillige Nachhaltigkeitsbericht, der alle Tochtergesellschaften einbezieht. Auch in der Carbon Scorecard konnte sich Herma dadurch von „moderat“ auf „führend“ verbessern.

Polnischer Importeur gehört jetzt zur Marke

Die Flex-Elektrowerkzeuge GmbH aus Steinheim/Murr übernahm die Flex Poland Sp.z o.o. vom bisherigen Importeur der Flex-Produkte im Nachbarland. Diese strategische Akquisition integriert Flex Poland in das globale Netzwerk der chinesischen Chervon-Gruppe. Ziel ist es, die Reichweite von Flex-Elektrowerkzeuge zu erweitern, die Effizienz der Lieferketten zu verbessern und neue Produkte noch schneller in den Markt zu bringen.

„Store of the Year 2026“

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Das neue Eppli-Haus in Stuttgart wurde vom Handelsverband als „Store of the Year 2026“ ausgezeichnet.

Das neue Haus der Eppli e.K. in Stuttgart ist vom Handelsverband Deutschland in der Kategorie „Concept Store | Out of Line“ als „Store of the Year 2026“ ausgezeichnet worden. Eine Fachjury bewertet dazu nach Kriterien wie Innovationsgrad, Kundennutzen, Erlebniswert, Sortiment und Wareninszenierung. Mit seiner Verbindung aus Handel, Auktion, Expertise und Handwerk überzeugte das Eppli Haus. Der Wettbewerb prämiert jährlich Konzepte, die durch besondere Gestaltung, innovative Ideen und ein herausragendes Einkaufserlebnis überzeugen. Das im August 2025 eröffnet Haus vereint auf 2.000 Quadratmetern Auktionssaal, Flagshipstore, Juwelier für Private Sales, hauseigenes Expertenzentrum, Büros und Logistik sowie Uhrmacher- und Goldschmiedewerkstätten. Das Sortiment reicht von Luxusuhren und hochwertigem Schmuck über Designermode und Accessoires, Kunst und Antiquitäten bis hin zu teuren Weinen.

Neugeschäft bleibt auf hohem Level

Die Hallesche Krankenversicherung a.G. erreichte ein sehr gutes Neugeschäft in der Vollversicherung und in der betrieblichen Krankenversicherung ein Allzeithoch. So erreichten die Neugeschäftsbeiträge mit 6,6 Millionen Euro Monatssollbeitrag (ohne gesetzlichen Zuschlag) erneut einen hohen Stand. Der Rekordwert des Vorjahres (7,3 Millionen Euro) wurde, wie erwartet, nicht noch einmal erreicht. Das Neugeschäft in der Krankenvollversicherung reduzierte sich um 11,3 Prozent, wohingegen die betriebliche Krankenversicherung mit einer Steigerung von 2,7 Prozent noch einmal ausgebaut werden konnte. Die Beitragseinnahmen stiegen um 9,3 Prozent auf 1.814,9 Millionen Euro (Vorjahr: 1.660,7 Millionen Euro).
Zum Ende des Jahres waren insgesamt 943.438 Personen versichert (Vorjahr: 916.310). Die Zahl der Vollversicherten konnte trotz der deutlichen Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze erneut gesteigert werden, um 1.151 Personen auf 226.341 Versicherte (Vorjahr: 225.190).

Die gezahlten Versicherungsleistungen erhöhten sich deutlich, so dass die Aufwendungen für Versicherungsfälle um 15,2 Prozent auf 1.264,5 Millionen Euro (Vorjahr: 1.097,2 Millionen Euro stiegen. Die Steigerung der Leistungsausgaben ist kein Unternehmensphänomen, sondern betrifft das Gesundheitssystem als Ganzes. Besonders stark war der Anstieg der Hallesche im Bereich der stationären Leistungen sowie der Arzneimittelausgaben.
Die hohen Leistungsausgaben wirkten sich auf den Bruttoüberschuss aus. Er lag bei 187,2 Millionen Euro und damit unterhalb des Vorjahresergebnisses (201,9 Millionen Euro). Ihre starke Finanzkraft unterstrich die Hallesche mit einer Solvabilitätsquote von 493 Prozent (Vorjahr: 599 Prozent).

Ausgezeichnet als eine der besten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften

// Deutschlands Beste Wirtsfchaftsprüfer 2026 / 19.03.2026 / Berlin / Location: Spreespeicher / FOTO: NÓI CREW

Die PKF Wulf Gruppe KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft aus Balingen ist erneut vom „Manager Magazin“ als eine der besten
Wirtschaftsprüfungsgesellschaften für den Mittelstand ausgezeichnet worden.
Grundlage ist eine unabhängige Studie, in die die Bewertungen von über 1.600
Führungskräften aus mittelständischen Unternehmen eingeflossen sind. In die Auswahl kamen ausschließlich Kanzleien, die zuvor von Mandanten empfohlen wurden. Im Fokus der Analyse standen insbesondere fachliche Kompetenz, methodisches Vorgehen sowie die Qualität der Zusammenarbeit.

Stuttgarter Software optimiert Desk Sharing

Die Stuttgarter Flexopus GmbH bietet eine neue Software für Unternehmen an, die Desk Sharing praktizieren. Mit der Software kann man Arbeitsplätze flexibel buchen und die tatsächliche Auslastung transparent auswerten. So wird sichtbar, wie viel Fläche tatsächlich benötigt wird und wo Einsparpotenziale liegen. Aktuelle Analysen zeigen, dass Büros oft nur zu 40 bis 60 Prozent genutzt werden. Mit Desk Sharing können also Flächen deutlich reduziert und damit Miet- und Betriebskosten gesenkt werden.

Kultmarke wird wiederbelebt

Viele Menschen vor einer Wand aus Getränkekisten © Kaiser
Gut bevorratet mit dem neuen alkoholfreien Getränk zeigt sich die Crew der Geislinger Kaiser Brauerei.

„Kult! is b(l)ack“ verkündet die Geislinger Kaiser Brauerei GmbH und präsentiert drei „Kult! Kolas“. Die Varianten „Kult! Kola Original“, die zuckerfreie Variante „Kult! Kola Freigeist“ und die „Kult! Kola Spezial“, die mit Orangenlimonade verfeinert wird, sind ab April im Handel erhältlich. Sie wurden zusammen mit 600 Verkostern entwickelt. Kult war bis 2015  in der Region eine beliebte Bier-Marke.

Der Grund, das Portfolio mit alkoholfreien Getränke zu erweitern, liegt an einer strategischen Neuausrichtung des Coca-Cola-Konzerns, der die Kaiser Brauerei Jahrzehnte beliefert hatte. Seit 2024 die Mindestbestellmenge erhöht wurde, wurde Kaiser nicht mehr direkt beliefert, was zu einen enormen Wettbewerbsnachteil führte.

Rund 7,6 Milliarden investiert

© Maga/IHK
Rund 7,6 Milliarden Euro hat die EnBW 2025 in das energiepolitische Dreieck von Bezahlbarkeit, Klimaschutz und Versorgungssicherheit investiert.

Die EnBW verzeichnete 2025 ein bereinigtes EBITDA von 5,07 Milliarden Euro, was einem Plus von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Um das „energiepolitische Dreieck“ von Bezahlbarkeit, Klimaschutz und Versorgungssicherheit weiter zu stärken, investierte das Unternehmen den Rekordwert von 7,6 Milliarden Euro (+22 Prozent) in den Ausbau der Transport- und Verteilnetze, in Windparks an Land und auf See, in Solaranlagen und in flexibel einsetzbare, wasserstofffähige Gaskraftwerke sowie in den Fortschritt der Elektromobilität. Insgesamt 800 Megawatt Leistung konnten so zugebaut werden. Das ist ein Rekord in der Unternehmensgeschichte und führt dazu, dass Erneuerbare Energien aktuell zwei Drittel der EnBW-Erzeugungsleistung ausmachen. Darüber hinaus ist es gelungen, den für zukünftige Wind-Onshore-Projekte und Solarparks in Höhe von rund 400 Megawatt zu erhalten. Man sei „on track“ beim Ziel, bis 2035 klimaneutral zu sein, wie Georg Stamatelopoulos bei der Jahrespressekonferenz sagte. Zufrieden zeigte sich der EnBW-Chef auch über „die größte Strompreissenkung der letzten Jahre“. Zum Jahreswechsel seien die Preise für Strom um zwölf und für Gas sogar um 14 Prozent gesunken. Mit einer kurzfristigen Kehrtwende aufgrund der Lage im Mittleren Osten rechnet er nicht, weil die EnBW lange im Voraus die benötigte Energie einkauft und die Lage der Gasspeicher stabil sei.

Wünsche äußerte der EnBW-Chef in Richtung Politik. Die Bundesregierung mit Wirtschaftsministerin und Ex-Kollegin Katherina Reiche sei hier auf „einem richtigen Kurs“. Er wünscht sich aber „eine andere Dynamik“. Insbesondere eine Reformierung der Netzentgelte sei dringend erforderlich: „Für den Netzausbau ist eine im internationalen, vor allem jedoch im europäischen Vergleich angemessene Rendite wichtig, um am Kapitalmarkt wettbewerbsfähig zu sein.“ Auch müssten sich die Rahmenbedingungen für den Bau von Offshore-Windparks ändern. So musste die EnBW die Projekte „Mona“ und Morgan“ mit 1,2 Milliarden Euro abschreiben, weil „es unter den derzeitigen gesetzlich-regulatorischen Rahmenbedingungen nicht möglich ist, wirtschaftlich tragfähige Projekte zu realisieren.“

Einer Renaissance von Atomkraft erteilte Stamatelopoulos hingegen eine Absage, weil das dafür benötigte Geld viel ertragreicher in andere Energieträger investiert werden könne. Aussichtsreicher sei hingegen grüner Wasserstoff, für den die EnBW kürzlich eine Absichtserklärung mit Saudi-Arabien geschlossen habe. Allerdings müsste kundenseitig die Akzeptanz hier stark steigen, damit sich eine Investition lohne.

Zweitbestes Ergebnis der Konzerngeschichte

Die LBBW verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Gewinn vor Steuern 1,28 Milliarden Euro. Das entspricht rund vier Prozent und ist das zweitbeste Ergebnis in der Konzerngeschichte.

Ein strategischer Meilenstein war zudem die in Rekordzeit abgeschlossene Integration der Berlin Hyp, mit der die Konzernstruktur verschlankt und die Schlagkraft in der gewerblichen Immobilienfinanzierung noch einmal gestärkt wurde. Konzernweit wuchsen die Erträge trotz der schwachen Konjunktur um sechs Prozent auf einen neuen Rekordwert von 4,25 Milliarden Euro. Das Provisionsergebnis stieg sogar um mehr als acht Prozent, wozu vor allem das transaktionsbezogene Wertpapiergeschäft, die Vermögensverwaltung und Gebühreneinnahmen aus dem Kreditgeschäft und Avalen beitrugen. Die Eigenkapitalrendite lag stabil bei 7,8 Prozent. Die harte Kernkapitalquote hat sich unter anderem aufgrund des Übergangs zum neuen Aufsichtsregime CRR III deutlich auf 16,9 Prozent erhöht und bietet damit Spielraum für weiteres Wachstum. Wegen der hohen Unsicherheiten in der Geopolitik und der angespannten Wirtschaftssituation erwartet die LBBW für 2026 ein Ergebnis vor Steuern von mehr als 1,1 Milliarden Euro, und damit leicht unter Vorjahr.

Technische Services für BMW in Debrecen

© Leadec
Leadec-Mitarbeiter sorgen dafür, dass die Fabrik reibungslos läuft.

Die Leadec Holding BV & Co. KG hat ihre Leistungen im BMW Group Werk Debrecen erweitert. Der Servicespezialist für Fabriken übernimmt zusätzliche Aufgaben im technischen Facility Management sowie in der Instandhaltung fertigungsnaher Anlagen. Die Stuttgarter sind seit 2023 in Debrecen aktiv und haben den Aufbau des Werks bis zum Produktionsstart im September 2025 begleitet. Seitdem erbringt das Unternehmen Dienstleistungen für den stabilen Produktionsbetrieb. Auf dem Werksgelände wird der BMW iX3 als erstes Fahrzeug der Neuen Klasse in Serie produziert. Das Werk Debrecen ist zudem der erste Produktionsstandort der BMW Group, der vollständig ohne fossile Energieträger auskommt.

Baubranche: KI vereinfacht Dokumentations- und Nachtragsmanagement

Im März startete die SJ – Baumanagement GmbH aus Esslingen in Zusammenarbeit mit mehreren Bauunternehmen in eine Pilotphase für ConTrac+. Dabei handelt es sich um eine KI-Entwicklung, die die Bearbeitung von Nachträgen und Bauprojektdokumenten erleichtert. Sie analysiert Dokumente kontextübergreifend, erkennt relevante Inhalte und erstellt strukturierte Übersichten, die direkt auf die Originalquellen verlinken.

Zuvor war eine Machbarkeitsstudie mit Unterstützung des Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO)  durchgeführt worden, die deutliche Effekte zeigte: Die Bearbeitungszeit von Nachträgen konnte um 60 Prozent reduziert, die Zuordnung zu Dokumenten um 40 Prozent  präziser und die Transparenz im Projektverlauf um 70  Prozent  gesteigert werden. ConTrac+ übernimmt unter anderem die Erkennung von Vertragsabweichungen, Mengenermittlung, Nachweiserstellung und Zusammenstellung der Nachtragsunterlagen. Die Anwendung ist DSGVO-konform, kann lokal oder in zertifizierten Cloud-Umgebungen betrieben werden und gewährleistet volle Datenhoheit.

KI erkennt Bauschutt

© Feess
Angelieferter Schutt wird von KI automatisch erkannt.

Der Kirchheimer Bauschuttrecycler Heinrich Feeß GmbH & Co. KG setzt künstliche Intelligenz zur Sortierung mineralischer Abfälle ein. Das Unternehmen, das in der Region sechs Wertstoffhöfe und Lagerplätze betreibt, arbeitet eng mit dem Tübinger Startup Optocycle zusammen, um seine Prozesse zu automatisieren und die Sortenreinheit des angelieferten Bauschutts weiter zu verbessern.

Feess spielt dabei eine Schlüsselrolle: Als erster und wichtigster Anwender hat das Unternehmen maßgeblich zur Entwicklung der Bilderkennungs-KI beigetragen. Stoffstrommanager Eberhard Fritz, Geologe bei Feess, unterstützte Optocycle-Gründer Max Gerken beim Aufbau einer umfangreichen Material-Datenbank. Dazu wurden verschiedenste Baustoffe aus unterschiedlichen Winkeln fotografiert und klassifiziert – inklusive Angaben zu Körnung, Kantenlänge, Beschaffenheit und Verschmutzungsgrad.

Mit der KI-gestützten Sortierung will Feess langfristig die Qualität seiner rund 50 verschiedenen RC-Baustoffe weiter steigern.

Aus drei wird eins

Drei Unternehmen schließen sich zur Toyota Automated Logistics (TAL) zusammen. Eines davon ist die Stuttgarter Viastore Systems GmbH. Durch den Zusammenschluss entsteht ein internationaler Player für die Intralogisitik.  Thomas Hibinger, der bisherige Geschäftsführer von Viastore, wird CEO von TAL für die Regionen EMEA und APAC, der Sitz bleibt weiterhin in Stuttgart

Zigarrenschatzkammer mit Speakeasy-Feeling

Raum mit vielen Zigarrenkisten © Schäuble
Der erweiterte Verkaufsraum von Tabacum

Das traditionelle Tabakfachgeschäft Stuttgarter „Tabacum“ von Siegfried Schäuble hat für nichtkubanische Zigarren einen eigenen Bereich geschaffen. In einer dreimonatigen Erweiterungsphase wurde eine zusätzliche vollklimatisierte Zigarrenschatzkammer geschaffen, den man über einen separaten Zugang mit dezentem Speakeasy-Feeling erreicht. Auf 22 Quadratmetern lagern die Zigarren aller mittelamerikanischen und karibischen Provenienzen offen in ihren Fächern. Das Sortiment wurde noch einmal erweitert. Besonders stolz ist Schäuble, dass er jetzt Davidoff Depositär ist.

Größte Bestandsvermietung im Industrie- und Logistikbereich

Die Harris Hawk GmbH aus Korntal-Münchingen konnte in Kooperation mit der Stuttgarter E & G Private Immobilien GmbH trotz der angespannten Marktsituation bei der Anmietung einer strategisch bedeutenden Großfläche für Produktion und Logistik umfassend beraten und langfristig vermitteln. Es handelt sich um eine 33.500 Quadratmeter große Produktions- und Logistikfläche in Pleidelsheim. Somit konnte die Gesamtliegenschaft von Mileway, Europas größtem Eigentümer und Verwalter von Last-Mile-Logistikimmobilien in einer Größenordnung von circa 4,6 Hektar komplett vermietet werden.

Wegbegleiter gehen zusammen

 Über viele Jahrzehnte hinweg standen die Firmen OLYMP Bezner KG und Eterna  miteinander im Wettbewerb. Jetzt hat  der Hemdenspezialist  aus Bietigheim-Bissingen  sämtliche Markenrechte, insbesondere jene an der Kernmarke Eterna, von der Eterna Mode GmbH aus Passau erworben. Der bayerische Hemden- und Blusenspezialist hatte Mitte Dezember 2025 Insolvenz anmeldet und vor Kurzem die Einstellung des Geschäftsbetriebs zum Sommer 2026 bekanntgegeben.

Top-Arbeitgeber

© Wolftechnik
Die Teamleiter von Wolftechnik freuen sich über die Auszeichnung.

Firma Wolftechnik Filtersysteme GmbH & Co. KG wurde 2026 erneut als TOP JOB-Arbeitgeber ausgezeichnet. Besonders freut sich das Unternehmen aus Weil der Stadt, dass diese Anerkennung in das Jahr des 60-jährigen Bestehens fällt. Wolftechnik steht für Produkte und Lösungen für das Handling und die Filtration von Fluiden. TOP JOB ist ein Arbeitgebersiegel für den deutschen Mittelstand. Die Auszeichnung wird auf Grundlage einer wissenschaftlich fundierten Analyse vergeben, die eine Mitarbeiterbefragung und ein Audit des Personalmanagements umfasst. Wissenschaftlicher Partner ist das Institut für Führung und Personalmanagement der Universität St. Gallen. Schirmherr ist der ehemalige Vizekanzler Sigmar Gabriel.

Beitragseinnahmen von fast zwei Milliarden Euro

Die Stuttgarter Lebensversicherung a. G. (SLV) und die Süddeutsche Krankenversicherung a. G. (SDK) blicken nach ihrem Zusammenschluss am 1. Juli 2025 erstmals gemeinsam auf die jeweiligen Bilanzen zum vergangenen Geschäftsjahr. Addiert knacken die gebuchten Bruttobeiträge fast die Schallmauer von zwei Milliarden Euro – 1.943,2 Millionen Euro wurden 2025 verbucht. Dabei steigern beide Gesellschaften ihre Beitragseinnahmen. Zudem realisiert Die Stuttgarter im Neugeschäft in der Lebensversicherung erneut ein Rekordergebnis. Die SDK überschreitet bei den Alterungsrückstellungen die 8-Milliarden-Euro-Marke deutlich.

Partner für weiteres Wachstum gefunden

© Kraft&Bauer
Löschanlage von Kraft&Bauer

Die Kraft & Bauer Holding GmbH aus Holzgerlingen hat die Syngroh Capital GmbH als langfristig orientierten Partner für die nächste Phase des Unternehmenswachstums gefunden. Kraft & Bauer ist auf Entwicklung, Produktion, Installation und Service von Brandschutzsystemen für eine Vielzahl von Werkzeugmaschinentypen spezialisiert. Eine entsprechende Vereinbarung wurde mit den bisherigen Eigentümern, dem von der Deutschen Beteiligungs AG (DBAG) beratenen Fonds „DBAG Fund VII“ sowie der Gründerfamilie Bauer und Geschäftsführer Frank Foddi geschlossen. Die Gründerfamilie Bauer sowie Frank Foddi werden sich im Zuge der Transaktion an Kraft & Bauer rückbeteiligen.

Neue Standorte in Bayern

Die Müller – Die lila Logistik SE mit Hauptsitz in Besigheim expandiert operativ für einen seiner wichtigen Kunden im Großraum München: Der neue Standort in Siegenburg überzeugt durch seine strategische Lage zwischen den Wirtschaftszentren München, Regensburg und Ingolstadt sowie durch die unmittelbare Nähe zur Autobahn A93. Das Logistikzentrum bietet optimale Voraussetzungen für effiziente Logistikprozesse und bedient sowohl regionale als auch überregionale Distributions- und Lieferketten. Besondere Nachhaltigkeitsmerkmale wie Photovoltaikanlagen, E-Ladestationen sowie intelligente Wassermanagementsysteme. Im mittelfränkischen Dombühl geht ab dem vierten Quartal 2026 der nächste Lila-Standort in Betrieb. Auf rund 52.000 Quadratmetern wird die komplette Kontrakt-Logistik-Dienstleistungspalette für einen Kunde der Elektronik-Branche abgewickelt.

Der Roboter putzt jetzt das Bad

Roboter putzt Waschbecken © Drees & Sommer SE
Roboter können Schmutz erkennen, Verbrauchsmaterialien nachfüllen und technische Auffälligkeiten melden.

Die Drees & Sommer SE aus Stuttgart schließt eine strategische Partnerschaft mit der Neura Robotics, Pionier der kognitiven Robotik aus Metzingen. Gemeinsam wollen die Partner Gebäude nicht nur planen und betreiben, sondern auch als lernende, interaktive Systeme gestalten. Geplant sind Umgebungen, in denen in Echtzeit Menschen und Roboter zusammenarbeiten.
Einen ersten Schwerpunkt setzen die Unternehmen bei Lösungen für Sanitäreinrichtungen, wo Automatisierung, Hygiene und Verfügbarkeit besonders dringend gebraucht werden.

Positive Signale für Trendwende

Die Andreas Maier GmbH & Co. KG (AMF) aus Fellbach musste 2025 wegen der anhaltenden Nachfrageschwäche im Industriebereich einen Umsatzrückgang von rund sechs Prozent auf 42 Millionen Euro hinnehmen. Anlass zu verhaltener Freude gaben erneut internationale Märkte. So kehrte Frankreich wieder in die Erfolgsspur zurück. Indien und die USA verzeichneten das zweite Jahr in Folge ein deutliches Wachstum. Ebenso entwickelten sich Umsätze in aufstrebenden Branchen positiv. Für 2026 erkennt der geschäftsführende Gesellschafter Johannes Maier „sogar im Maschinen- und Automobilbau deutliche Lichtblicke“. Dem will das Unternehmen bei weiterhin strengem Sparkurs mit neuen, innovativen Produkten, einem starken Vertrieb und hoher Lieferzuverlässigkeit begegnen. Dazu soll auch das letzten Sommer eingeweihte Logistikzentrum beitragen.

Spatenstich zum Neubaugebiet

© Pflugfelder
Alles bereit für den traditionellen Spatenstich.

Die P Immobilien GmbH aus Ludwigsburg eröffnete das Neubaugebiet Lumen in Neckarrems mit einem traditionellen Spatenstich. Das Neubaugebiet „Östlich Marbacher Straße“ umfasst ein nachhaltig konzipiertes Wohnquartier mit 97 Wohneinheiten in sechs Mehrfamilienhäusern sowie einen integrierten Lebensmitteleinzelhandel. Das architektonische Konzept stammt vom Stuttgarter Architektenbüro Steinhoff du Haehnel und sieht einen differenzierten Wohnungsmix für unterschiedliche Lebensmodelle vor – von kompakten Einheiten bis hin zu großzügigen Familienwohnungen. Insgesamt sind bei diesem Pflugfelder-Neubau 15 sozial geförderte Wohnungen mitgedacht.

Dank eigener Produktion weiter auf Erfolgskurs

Die Wörwag Pharma GmbH & Co. KG wächst – und das trotz eines schwierigen Marktumfelds. Das Böblinger Familienunternehmen hat seinen Umsatz 2025 um 8,3 Prozent auf 358,8 Millionen Euro gesteigert und setzt seine internationale Expansion fort. Finanzchef Gerhard Mayer spricht von einem „Jahr voller Herausforderungen“, das den Kurs des Unternehmens dennoch bestätigt habe. Treiber des Erfolgs ist auch der Ausbau eigener Produktions­kapazitäten. In Lódz und im bayerischen Pöcking investierte der Hersteller weiter in moderne Anlagen und verbesserte seine Lieferkettenprozesse, um Lieferfähigkeit und Effizienz zu erhöhen. Inzwischen stellt Wörwag die Hälfte seiner Produkte selbst her, Generika sollen jedoch auch in Zukunft weitgehend von Lieferanten bezogen werden. Besonders wachstumsstark bleibt der Bereich rund um Stoffwechsel- und Folgeerkrankungen wie Diabetes, der in vielen Regionen deutlich zunimmt.
Auch im Portfolio tat sich einiges: Das ­Vitamin-B12-Präparat Ankermann wuchs überdurchschnittlich. Noch im Frühjahr soll ein neues Präparat auf den Markt kommen, das drei natürliche Inhaltsstoffe kombiniert und so Herz, Leber und Fettstoffwechsel unterstützen soll. (9.2.2026)

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