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Einfach machen – IHK-Kongress will mit unnötiger Bürokratie aufräumen

05.Juni 2026 | 6 Min. Lesezeit | Politische Forderungen, Recht & Steuern |
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Formulare, Nachweise, Beauftragte, Berichtspflichten: Bürokratie kostet Zeit, Geld und Nerven. Am 13. Juli 2026 bringt die IHK Unternehmer, Politik und Verwaltung an einen Tisch – beim Bürokratieabbaukongress „Einfach machen. Von der Akte zur Aktion“. Mit dabei sind unter anderem Baden-Württembergs Finanzminister Dr. Danyal Bayaz, Philipp Amthor, Parlamentarischer Staatssekretär für Digitales und Staatsmodernisierung, sowie Michael Hager, Kabinettschef von EU-Kommissar Valdis Dombrovskis.

Bürokratie ist kein Gefühl, sie ist messbar. Sie kostet Zeit, bindet Personal und hält Unternehmen von Investitionen ab. Fast 70 Prozent der Familienunternehmen geben an, dass übermäßige Regulierung ihre Investitionsentscheidungen hemmt. Das beginnt beim Leiterbeauftragten und endet bei mehr als tausend Datenpunkten in der Nachhaltigkeitsberichterstattung.

Was Unternehmer umtreibt, ist dabei selten das Ziel der Regelung. Arbeitsschutz, Umweltstandards, faire Lieferketten – all das ist richtig. Problematisch wird es dort, wo gut gemeinte Regeln in praxisferne Pflichten umschlagen. Genau hier setzt der IHK‑Bürokratieabbaukongress an.

Bürokratie frisst Ressourcen – und bremst Wachstum

Unter dem Titel „Einfach machen. Von der Akte zur Aktion“ lädt der IHK‑Bürokratieabbaukongress Unternehmerinnen und Unternehmer am 13. Juli 2026 in die IHK Region Stuttgart ein. Die Botschaft ist klar: Weniger reden, mehr umsetzen. Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung diskutieren nicht abstrakt, sondern konkret. Keynotes, Branchenperspektiven und Lösungspitches sollen zeigen, wie Bürokratieabbau praktisch funktionieren kann – schneller, digitaler und mit mehr Vertrauen in unternehmerische Eigenverantwortung. Der Blick richtet sich nach vorn: Was kann sofort vereinfacht werden? Wo blockiert der Vollzug mehr als das Gesetz?

Das kann weg – wenn Bürokratie absurd wird

Trittleiterbeauftragte, Kühlschrank‑Temperaturprotokolle trotz digitaler Sensoren oder Genehmigungen, die hunderte Seiten umfassen – solche realitätsfernen Regeln kennt jeder Unternehmer und jede Unternehmerin aus dem betrieblichen Alltag. Misstrauen ersetzt gesunden Menschenverstand. Dokumentation ersetzt Verantwortung. Kontrolle ersetzt Effizienz. Der Kongress will sich aber nicht in Polemik üben, sondern konkrete Vorschläge diskutieren, wie sich Vorschriften entschlacken lassen – ohne Sicherheitsstandards zu senken.

Politik hört zu – Wirtschaft erwartet Ergebnisse

IHK-Präsident Claus Paal und IHK-Hauptgeschäftsführerin Dr. Susanne Herre empfangen auf dem Kongress auch wichtige Vertreter aus Stuttgart, Berlin und Brüssel: Etwa Baden-Württembergs Finanzminister Dr. Danyal Bayaz, Philipp Amthor, Parlamentarischer Staatssekretär für Digitales und Staatsmodernisierung, sowie Michael Hager, Kabinettschef des EU-Kommissars für Wirtschaftlichkeit und Produktivität, Valdis Dombrovskis. Göppingens Oberbürgermeister Alexander Maier berichtet als Mitglied des Koalitionsausschusses von den Plänen der neuen Landesregierung im Bereich Bürokratieabbau und Staatsmodernisierung.

Sie alle treten für eine Agenda ein, die Bürokratiekosten senken und Verfahren beschleunigen will – von der Unternehmensgründung bis zur Kfz‑Zulassung. Für Unternehmer zählt am Ende jedoch nicht das Versprechen, sondern der Vollzug. Der IHK‑Bürokratieabbaukongress bietet deshalb Raum für Austausch, Widerspruch und konkrete Forderungen. Wer täglich mit Formularen kämpft, weiß, wo Entlastung tatsächlich wirkt. Und genau dieses Wissen gehört auf die Bühne.

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