© IHK/Maga
Die IHK-Bezirkskammer in Waiblingen ist umgezogen.
19.Sep. 2026 | 7 Min. Lesezeit | Gesichter der Wirtschaft |Autor: Dr. Annja Maga
„Neue Räume. Neue Begegnungen“, so lautete das Motto, unter dem die IHK-Bezirkskammer Rems-Murr ihre neuen Räume in der Mayenner Str. 62 in Waiblingen eröffnete. Bewusst wurde dabei auf einen klassischen Festakt verzichtet. Stattdessen stand ein „offenes Networking-Format im Mittelpunkt, das Gelegenheit zu Austausch, Begegnung und persönlichen Gesprächen“ bot, wie Präsident Claus Paal bei der Begrüßung der rund 130 geladenen Gäste aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Ehrenamt sagte. „Offen sein, ganz nah bei den Firmen sein und den Standort voranbringen“, das sei das Ziel des neuen Hauses, das sich „als Ort des Austauschs im Rems-Murr-Kreis etablieren“ soll.
Einziger offizieller Programmpunkt war die Talkrunde mit dem IHK-Präsidenten, dem leitenden Geschäftsführer Markus Beier und dem Architekten Cemal Isin. Moderiert wurde sie von Ulla Böhringer, Mitglied der Bezirksversammlung und Geschäftsführende Gesellschafterin der Philipp Hafner GmbH & Co. KG.
Beier erklärte dabei den Umzug einerseits mit der deutlich günstigeren Lage in der Nähe des Bahnhofs und am Eingang zur Waiblinger Innenstadt: „Das ist nicht nur für Prüfungsteilnehmer und Kunden wichtig – es wird auch dazu beitragen, dass die neuen Veranstaltungsflächen künftig noch stärker für externe Partner, Unternehmen und Netzwerke offenstehen“, erklärte er. Die IHK sehe es als ihre Aufgabe an, nah bei ihren Mitgliedern zu sein, um sie eng zu begleiten, wenn es um neue Märkte, neue Länder, neue Technologien und neue Kunden geht.
Vorteilhaft sei zudem, dass nun klar getrennt werde zwischen öffentlichen und internen Bereichen. So ist jeweils ein Stockwerk für die Büros und eines für Beratungsgespräche, Prüfungen und Veranstaltungen vorgesehen.
© IHK/Maga
Beim Umzug spielten aber auch Umweltgesichtspunkte eine wichtige Rolle. Das neue Zuhause der Bezirkskammer ist mit 800 Quadratmetern Büro- und Veranstaltungsfläche viel kompakter als das bisherige Haus. Dies führt zusammen mit dem Fernwärmeanschluss und der Photovoltaikanlage inklusive Speicher dazu, dass der CO2-Fußabdruck signifikant sinkt.
Für Architekt Isin, der das Gebäude 2011 für Südwestmetall gebaut hatte, war ein anderer Nachhaltigkeitsbeweis noch wichtiger, nämlich dass sich „sein“ Gebäude 15 Jahre später problemlos nachnutzen lässt: „Das ist toll!“.
Auch die Mitarbeiter der Bezirkskammer freuten sich über ihren neuen Arbeitsplatz, insbesondere über den Digitalisierungsschub, den der Umzug mit sich brachte: Viele Prozesse wurden überprüft, vereinfacht und digitalisiert. Papierbestände konnten zudem reduziert werden. Daraus resultieren effizientere interne Abläufe und noch modernere Arbeitsstrukturen.
Dr. Annja Maga, Redakteurin Magazin Wirtschaft und Mawi-on